Samstag, 5. November 2016

Fünf am Fünften - 5 Tricks für exakte Nahtzugaben

Nähen kann so einfach sein. Einfach zwei Stückchen Stoff übereinander legen und los geht's. Einfacher wird es, wenn man eine exakte Nahtzugabe hat. Denn dadurch muss man sich nicht an der eingezeichneten Nahtlinie beim Zusammenstecken orientieren, sondern kann den Stoff einfach exakt übereinanderlegen, sodass Kante auf Kante trifft und schon steht einem genauen Nähen nichts mehr im Weg. Doch wie bekomme ich eine exakte Nahtzugabe auf den Stoff? In der Rubrik "Fünf am Fünften" zeige ich euch heute fünf Tricks, mit denen ihr spielend einfach eine Nahtzugabe auf euer Nähgut bekommt.


1) Schnittmuster mit Nahtzugabe


Die einfachste Lösung ist es, nur Schnittmuster zu verwenden, die bereits eine Nahtzugabe enthalten. Bei den meisten eBooks, die ich verwende, ist es jedenfalls so. Also lest vorher die Anleitung bzw. die Beschreibung sehr genau durch und achtet auf den Hinweis "Nahtzugabe enthalten". Dadurch wird das Nähen später enorm erleichtert.

2) Nahtzugabe bei selbst konstruierten Schnittmustern


Gelegentlich  will man aber eigene Ideen an der Nähmaschine umsetzen. Auch hier lohnt es sich, vorher Zeit in eine Nahtzugabe zu investieren. Wenn ihr das Schnittmuster auf Papier übertragt, könnt ihr einfach eine Nahtzugabe hinzufügen. Dafür einfach an jeder Seite sieben bis zehn Millimeter zusätzlich einzeichnen und dann das Schnittmuster ausschneiden. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, denn bei gekauften Papierschnittmustern gibt es die Möglichkeit meist nicht bzw. ist das äußerst umständlich.

3) Lösung Nr. 1 mit einem Lineal


Sobald ihr euer Schnittmuster auf den Stoff übertragt habt, nehmt ihr ein Lineal und zeichnet eine Nahtzugabe ein. Dafür einfach das Lineal so anlegen, dass ihr im Abstand von ca. zehn Millimetern jeweils einen kleinen Punkt macht. Je kürzer der Abstand zwischen den einzelnen Punkten, desto genau könnt ihr später euren Stoff zuschneiden. Das dauert natürlich recht lang, doch ohne Fleiß keinen Preis.


4) Lösung Nr. 2 mit zwei Stiften


Schneller geht es natürlich, wenn ihr das Schnittmuster mit der doppelten Stift-Methode auf den Stoff übertragt. Dafür einfach zwei Stifte mit einem Gummi aneinander befestigen und schon habt ihr einen doppelten Stift. Damit könnt ihr die Nahtzugabe in einem Rutsch mit der Nahtlinie einzeichnen.


5) Lösung Nr. 3 mit Magneten


Eine andere Variante ist es, die Nahtzugabe nicht einzuzeichnen, sondern erst beim Ausschneiden hinzuzufügen. dafür einfach an eure Stoffschere kleine Magneten anbringen und die Magneten an der Nahtlinie entlang führen. Damit spart ihr euch zwar das einzeichnen, dafür müsst ihr aber exakt schneiden und die Nahtlinie immer im Blick haben.



Welcher Tipp gefällt euch am besten? Welche habt ihr?


1 Kommentar:

  1. Liebe Anika,
    tolle Tipps hast du da zusammen getragen.
    Die Idee mit dem Magneten ist mir neu. Das muss ich mal probieren.
    Bei vielen Schnittmustern, zum Beispiel von Accessoires, zeichne ich die Nahtzugabe gleich ein.
    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Heike

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