Freitag, 5. Februar 2016

Fünf am Fünften - 5 Tipps fürs Nähen mit Jersey

Passend zu meinen fünf Lieblingsschnittmustern im Januar gibt es im Februar die passenden Tipps zum Nähen. Jersey stellt vor allem Nähanfänger vor eine große Hürde. Der Faden reißt, die Nähte schlagen Wellen oder nach dem ersten Waschen klaffen riesige Löcher neben den Nähten. Das vermiest die Laune aller Selbermacher gehörig. Doch das muss nicht sein. Wer diese Tipps beherzigt, möchte bald nichts anderes mehr vernähen.

Jersey nähen


5. Jersey - Auf die Qualität kommt es an

Jersey zählt zu den Maschenwaren. Es ist nämlich gestrickt statt gewebt und behält dadurch seine Dehnbarkeit. Grundsätzlich wird zwischen Single- sowie Doubel-Jersey unterschieden. Letzterer ist doppelflächig, das heißt, er hat zwei rechte Seiten, und ist somit formstabiler. Außerdem ist er sehr viel leichter zu vernähen, da er sich an den Rändern nicht so stark einrollt. Wie bei allen Stoffen kommt es auch beim Jersey auf die Qualität an. Also vor der Verarbeitung grundsätzlich waschen, damit eventuelle Farbüberreste ausgewaschen werden können und ein späterer Einlauf der Kleidung verhindert wird. Generell gilt: Je dünner der Stoff, desto mehr Nahtzugabe sollte eingerechnet werden. Dadurch verhindert ihr, dass der Stoff von der Nähmaschine "gefressen" wird.

Jersey nähen ist mit den richtigen Hilfsmitteln ganz einfach!

4. Die richtige Nadel ist das A und O


Zum Nähen von Jersey solltet ihr unbedingt eine Jersey-Nadel verwenden. In meiner Overlock-Nähmaschine waren anfänglich Universalnadeln montiert, da ich dann einfach drauflosnähen wollte, - ihr kennt das sicherlich mit der Nähfeen-Ungeduld - hab ich das überhaupt nicht beachtet. Das Resultat: Nach ein paar Mal Waschen ist der Stoff an der Naht ausgerissen, da die Nadeln Löcher in den Stoff gehauen haben. Jersey-Nadeln haben eine abgerundete Spitze, daher zerstören sie den Stoff nicht, sondern verdrängen ihn beim Eindringen. Zudem verhindern sie ein unsauberes Stichbild. Also immer schön darauf achten, welche Nadel gerade in der Nähmaschine steckt.

Jerseynadeln für die Nähmaschine


3. Am besten mit der Overlock


Auf der sicheren Seite seid ihr beim Vernähen von Jersey mit einer Overlock-Nähmaschine - vorausgesetzt, sofern die richtigen Nadeln eingebaut sind. Die Overlock vernäht, versäubert und schneidet überstehenden Stoff gleichzeitig ab. Zusätzlich bleibt der Stoff nach dem Zusammennähen dehnbar. Wer jedoch keine Overlock-Nähmaschine hat, muss nicht traurig sein, auch eine "normale" Nähmaschine erfüllt ihren Zweck.

Jersey lässt sich am einfachsten mit einer Overlock-Nähmaschine vernähen


2. Mit dem richtige Stich bleibt alles dehnbar


Um Jersey mit einer "normalen" Nähmaschine ordentlich vernähen zu können, müsst ihr einen elastischen Stich (z.B. Elastik-Stich, dreigeteilter Zick-Zack-Stich usw.) einstellen. Ich verwende meist den einfachen Zick-Zack-Stich. Damit näht ihr alles zusammen und schon bleibt die Naht dehnbar und reißt nicht beim Anziehen. Für den Saum könnt ihr auch eine Zwillingsnadel verwenden. In diese führt ihr jeweils einen Faden durch und näht mit einem eingestellten Gerad-Stich.

Zwillingsnadeln gibt es in verschiedenen Größen


1. Keine Wellen dank Obertransportfuß


Oftmals entstehen beim Nähen mit Jersey Wellen. Das liegt daran, dass obere und untere Stofflage unterschiedlich schnell unter der Nadel entlang transportiert werden, bzw. eine Seite zu stark gedehnt wird. Abhilfe schafft dabei die Regulierung des Nähfußdrucks. Zudem lohnt sich die Anschaffung eines Obertransportfußes. Dieser macht aus dem Nähen mit Jersey beinahe ein Kinderspiel.

Das ist ein Obertransportfuß




Welche Tipps habt ihr noch zum Vernähen von Jersey?




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