Samstag, 2. Januar 2016

Süßigkeiten selber machen [Rezension]

In jedem von uns steckt eine Naschkatze, glaube ich zumindest. Der süße Zahn will versorgt werden. Wie wäre es einmal mit selbst gemachten Süßigkeiten? Das Buch "Meine kleine Naschboutique" entführt den Leser in ein leckeres Paradies voller süßer Klassiker.

Kurz zum Inhalt von "Meine kleine Naschboutique"


"Meine kleine Naschboutique"


"Der Duft von Karamell und Schokolade lässt Ihr Herz höher schlagen? Dann lassen Sie sich zu Hause von den süßen Aromen einfangen, und verwandeln Sie Ihre Küche in eine Zuckerbäckerei. Dank bebilderter Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie zusätzlicher Informationen rund um Zutaten und Techniken können Sie im Handumdrehen Bonbons, Trüffel oder Eiskonfekt selbst herstellen. Zusätzlich erhalten Sie Tipps, wie Sie die Naschereien hübsch präsentieren und verschenken können." (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung zum Buch


Das Design der "kleinen Naschboutique" erinnert an Tante Emmas Laden um die Ecke. Großformatige Fotos im Inneren machen Lust am Selbermachen und anschließend auch Selbernaschen.

Das Buch gliedert sich in zwei Abschnitte - den Rezepten und einem Kapitel mit Tipps und Tricks rund um die Süßigkeiten-Herstellung. Im ersten Teil findet der Leser 16 Rezepte für verschiedenstes Naschwerk wie Schokoladentrüffel, Schoko-Mints, Eiskonfekt, Lakritzstangen oder sogar Zitronendrops.

Zu jedem Rezept gibt es eine Zutaten- und Equipmentliste. Dadurch weiß man bereits vorher, was man alles braucht, ohne sich alles durchzulesen. Ich lese ja meist nur Zutatenliste und leg dann aufgrund meine Ungeduld sofort los, wenn ich alles hab. Oft wird es dann während der Zubereitung ein wenig chaotisch, da dann immer noch das ein oder andere Küchengerät gesucht werden muss. Daher finde ich die Equipmentliste großartig.



Dann folgt eine leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die zudem bebildert und entsprechend beziffert ist. Das heißt, Foto 1 bezieht sich immer auf Arbeitsschritt 1, 2 auf 2 und so weiter. Dadurch werden die einzelnen Schritte noch verständlicher. Zudem gibt es für fast jedes Rezept süße Ideen, wie die einzelnen Süßigkeiten variiert und an den eigenen Geschmack angepasst werden können. Wer seine selbst gemachten Kreationen verschenken will, bekommt zudem nützliche Tipps und Ideen für die perfekte Verpackung.

Brauspulver-Ufos

Abschließend gibt es noch den altbewährten "Guten Rat". Darin findet der Leser wichtige Tipps und Tricks rund um Thermometer zum Temperieren, Spezialzutaten wie Weinsteinpulver aber auch allgemein zu gezogenem Zuckerwerk und der Arbeit mit Schokolade. Immerhin ist das nicht ganz einfach, wie bereits beim Buch "Feinste Schokolade selber machen" besprochen. Nun aber zum experimentellen praktischen Teil.

Brausepulver-Ufos selber machen


Ich bin ein Kind der 90er. Ein Highlight war immer die gemischte Tüte mit Gummitieren und Naschwerk aller Art. Dafür hat wahrscheinlich fast jedes Kind einen Großteil seines Taschengedes ausgegeben. Am liebsten habe ich rote und grüne Schnüre sowie die bunten Brausepulver-Ufos verputzt. Natürlich gibt's die runden Dinger auch heute noch zu kaufen. Doch warum nicht mal selber machen? Hier das Rezept für euch!

Ihr braucht für 30 Brausepulver-Ufos folgende Zutaten:
  • 80g Zucker
  • 1/2 TL Zitronensäure
  • 1/4 TL natürliches Fruchtaroma (Zitrone, Erdbeere oder Orange)
  • essbares Reispapier (Ich hab einfach Esspapier aus der Süßigkeitenabteilung gekauft)

Anleitung:

Den Zucker in eine kleine Schüssel geben und mit einem Stabmixer in kurzen Stößen zu feinen Kristallen zerkleinern. Dann die Zitronensäure hinzugeben und beides vermischen. Nun gebt ihr das Fruchtaroma dazu und verrührt alle Zutaten solange, bis sie gut gemischt sind. Anschließend verteilt ihr das Brausepulver auf einem großen Teller, damit es trocknen kann.

Mit einem Rundausstecher (5 Zentimeter Durchmesser) stecht ihr im nächsten Schritt 60 Kreise aus dem Reispapier. Nun legt ihr das Reispapier auf eine Antihaft-Unterlage und streicht mit einem leicht feuchten Pinsel um den Rand des Reispapiers. Ganz wichtig: Legt dabei euren Zeige- und Mittelfinger auf den Rand des Papiers und lasst diesen Bereich trocken. Dann legt ihr eine zweite Scheibe vorsichtig auf die Nasse und drückt die Seiten vorsichtig fest. Dies wiederholt ihr solange bis keine Reispapierscheibe mehr übrig ist. nach einer Trockenzeit von ca. 20 Minuten kann es weitergehen.

Nun bastelt ihr euch aus Backpapier einen Spritzbeutel mit einer Tülle von ca. einem Zentimeter. Dann öffnet ihr die nicht zusammengeklebte Seite der Ufos und füllt mit dem Spritzbeutel ungefähr 1/2 TL Brausepulver hinein. Im Anschluss vorsichtig die Tülle entfernen und durch leichtes Klopfen Brausepulver vom Rand des Ufos entfernen. Mit dem Malpinsel nun die offene Stelle schließen. Diesen Schritt bei allen Ufos wiederholen.

Fazit: Süßigkeiten selbst herzustellen ist natürlich sehr viel umständlicher, als in den Supermarkt zu gehen und welche zu kaufen. Jedoch macht es unheimlich viel Spaß. Die Anleitungen erklären sämtliche Arbeitsschritte sehr leicht und verständlich. So macht nicht nur Naschen, sondern auch Verschenken sehr viel Spaß.

Für das Buch gibt es von mir fünf von fünf Bewertungsvögelchen.





Titel: "Meine kleine Naschboutique - Süßigkeiten selber machen und verschenken"
Seiten: 80
Verlag: Bassermann
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-8094-3477-1

Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen.

Welche Naschereien würdet ihr gern mal selber machen?








Das Buch wurde mir kostenlos durch den Bassermann Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt jedoch meine persönliche Meinung wieder.


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