Donnerstag, 21. Januar 2016

Schweigepflicht! Absoluter Horror von Markus Heitz? [Rezension]

Ich muss gestehen: Ich mag die Bücher von Markus Heitz sehr gern - vor allem die Urban Fantasy-Titel. Was sich sonst nur an weit entfernten Orten, die sich gedanklich aus den Worten des Autors allmählich aufbauen, stattfindet, holt Heitz an real existierende Orte. Eine seiner Lieblingsstädte ist dabei ganz offensichtlich Leipzig. So auch in seinem neuesten Werk "Schweigepflicht" der Ort des Geschehens. Die Horrorgeschichte soll dem Leser das Fürchten lehren. "Seid ihr mutig genug für dieses Buch?", wird gleich am Anfang der Buchbeschreibung gefragt und macht definitiv Lust auf mehr. Doch ganz ehrlich: Spannung kann Heitz besser.

"Schweigepflicht" von Markus Heitz (Screenshot: E-Reader)


Kurz zum Inhalt von "Schweigepflicht" von Markus Heitz


"Kalter Stahl und warmes Blut … Nach einem langen Arbeitstag reibt Isger sich müde die Augen. Er betritt den Fahrstuhl, der ihn ins Erdgeschoss des Hochhauses bringen soll – und findet sich wenige Augenblicke später in einem Albtraum wieder. Irgendjemand kontrolliert die Kabine. Nein: Irgendetwas. So beginnt ein grausames Spiel, dessen Regeln nicht Menschliches haben. Und bei dem der Einsatz Isgers Leben ist … Beklemmend, faszinierend, brutal: Markus Heitz in Bestform!" (Quelle: Inhaltsangabe vom Verlag)

Meine Meinung zum Buch


Die Story startet mitten in einer Sitzung bei der Psychologin Sibylle Winkler. Sie will das Geheimnis ergründen, welches ihr Patienten Isger Nowak vor ihr versteckt. Doch er weigert sich vehement. Winkler versucht ihn zu überreden, verweist auf ihre Schweigepflicht und hat Erfolg. Isger berichtet von den Gründen seiner Klaustrophobie - dem Horror im Fahrstuhl. Nach Feierabend bleibt isger mit einigen anderen aus dem Bürogebäude im Aufzug stecken und rast durch eine unwirkliche Parallelwelt. Immer wenn die Kabine stoppt und ein Name im Display erscheint, ist dessen Ende so gut wie besiegelt. Im Aufzug stecken zu bleiben, ist vermutlich für sehr viele Menschen eine wirkliche Horror-Vorstellung. Doch das Böse, das unaufhaltsam Tödliche in Heitz' Buch "Schweigepflicht" ist für mich nicht greifbar. Es ängstigt mich nicht. Auch das Ende des Buches, dem ich den ultimativen Horror-Schock-Moment beim Lesen zugeschrieben habe, endete ernüchternd. 
 
Fazit: Ganz ehrlich? Horror ist für mich etwas anderes. Faszinierend und brutal ja, aber beklemmend? Nein. Vielleicht nur für den Klaustrophobiker Isger, aber für mich nicht. Normalerweise bin ich ein Angsthase, was Horrorgeschichten anbelangt. Schlafe für gewöhnlich mehrere Tage unruhig. Aber bei "Schweigepflicht" - Fehlanzeige. Schade, ich hab mehr erwartet.

Für das Buch gibt es von mir 1 von 5 Bewertungsvögelchen.





Titel: "Schweigepflicht"
Autorin: Markus Heitz
Seiten: ca. 58
Verlag: dotbooks
Preis: 1,99 Euro
ebook-ISBN: 978-3-95824-457-3

Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen.










Das Buch wurde mir kostenlos durch dotbooks zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt jedoch meine persönliche Meinung wieder.

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