Dienstag, 4. März 2014

Mikroplastik in Pflegeprodukten

Vor ein paar Wochen habe ich auf facebook einen Bericht über Mikroplastik in Pflegeprodukten und deren Auswirkungen auf die Umwelt auf der Seite des BUND entdeckt.

Als Mikroplastik werden sehr kleine Kunststoffpartikel mit Größen im Mikro-/Nanometerbereich bezeichnet. Mikroplastik-Perlen werden aber auch in kosmetischen Produkten gezielt zur Unterstützung von Reinigungsprozessen eingesetzt - etwa in Zahncreme oder Peeling. Dafür wird Kunststoffgranulat hergestellt, welches auch der Anfertigung anderer Plastikartikel dient. Hierbei spricht man von primärem Mikroplastik. Es entsteht aber auch durch die mechanische Zerkleinerung von Kunststoffen und durch die Zersetzung durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts (sekundäres Mikroplastik).

Quelle: Stephan Glinka/BUND

Doch worin besteht eigentlich die Gefahr von Mikroplastik?

Plastik ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Es dient als Verpackungsmaterial, Gegenständen des täglichen Bedarfs, Kleidung aus synthetischen Materialien und wie bereits erwähnt in Kosmetika. Werden die Plastikgegenstände nicht mehr benötigt, landen sie im Müll. So finden sich beispielsweise sehr große Plastikmüllansammlungen an Küsten, Ufern und in den Meeren. Darunter auch die mit bloßem Auge nicht erkennbaren Mikroplastikpartikel. Diese besitzen eine wasserabweisende Oberfläche, wodurch Umweltgifte  angezogen werden und sich anreichern. Mikroplastik ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen. Eine Filterung in Klärwerken ist bisher nicht möglich. Wird dieses Mikroplastik von Meeresorganismen gefressen, gelangt es in die Nahrungskette, die letztlich uns alle betrifft. Im Verdauungstrakt werden die Schadstoffe an der Oberfläche des Mikroplastiks wieder freigesetzt und können einen negativen Einfluss auf das Lebewesen nehmen. Das Mikroplastik kann nicht mehr ausgeschieden werden. Es kann somit zu Darmverschlüssen und zu Verletzungen an den Schleimhäuten kommen. Das Ergebnis ist klar - die Tiere sterben. Ein weitere bereits bekannte Auswirkung ist die Beeinträchtigung des Hormonsystems. Grund dafür sind die Weichmacher im Mikroplastik, die herausgelöst und an Wasser abgeben werden. Diese weisen eine besondere Ähnlichkeit mit natürlichen Hormonen auf und können zu Unfruchtbarkeit und Tumorbildung führen. Über die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ist bisher noch wenig bekannt.

Jeder kann selbst entscheiden, zu welchen Produkten er greift. Ich werde zukünftig darauf achten beim Einkauf von Drogerieartikeln, Produkte mit den Inhaltsstoffen Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) NICHT! zu kaufen.

Eine Liste mit Produkten, die Mikroplastik enthalten und weitere Bezeichnungen für Plastik findet ihr hier *klick*.

Eine sehr gute Aktion zu diesem Thema findet in den nächsten sieben Wochen statt. Sie nennt sich "Plastikfasten".


Quelle: BUND

Ziel ist es, wie bei jedem Fasten, Plastik zu vermeiden oder gar komplett darauf zu verzichten. Jährlich werden fünf Millionen Tonnen Plastikmüll in Deutschland entsorgt. Leider finde ich es persönlich sehr schwer darauf zu verzichten, weil Plastik unseren Alltag sehr stark dominiert. jeden Tag hat man nachdem man kocht, einen riesigen Berg Plastikmüll, weil alles tausendmal eingepackt ist. Ich versuche zwar sehr darauf zu achten, mein Obst und Gemüse nicht in eine Plastiktüte zu packen, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden.

Habt ihr Tipps, zur Vermeidung von Plastikmüll?  

Kommentare:

  1. Plastikfasten - super Idee! Schön, dass es solche Aktionen jetzt häufiger gibt: An Weihnachten haben wir auf die Plastiktüten verzichtet (jedenfalls alle die auf Facebook mitgemacht haben), und jetzt fasten ^^

    Erschreckend ist vor allem, dass auch Marken wie "The Body Shop" und "Yves Rocher" in der Liste zu finden sind, obwohl die sich ihren Ruf als Naturprodukte schon lange aufgebaut haben.

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    1. Ja, das stimmt. Ich habe auch immer meinen Jutebeutel dabei, wenn ich in der Stadt zum Einkaufen unterwegs bin.

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  2. Ein Post, welcher für ein wichtiges Thema sensibilisiert, prima!!!
    Ich finde es teilweise auch sehr schwer auf Plastik zu verzichten, denke aber, dass sich JEDE kleine Anstrengung lohnt.
    Der Verbraucher hat mehr Einfluss, als er glauben will.
    Liebe Grüße von Heike

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    1. Da hast du recht. Ändern sich das Konsumverhalten, müssen sich auch die Hersteller anpassen. Wir sollten uns als Verbraucher auch einfahc nicht alles gefallen lassen.

      LG Anika

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  3. Auch ich denke, Erkenntnis ist der erste Schritt, einfach bewusst im Alltag darauf achten.
    Wie es scheint ist Plastik als Kügelchen günstig, womöglich ein Abfallprodukt, das zwischen den Essenzen den Gewinn vergoldet ...
    Danke für die Info und den Link zur Liste.
    LG aus Thüringen
    Ute

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