Mittwoch, 7. August 2013

Hormone in Kosmetik?!

Heute wird es ein bisschen wissenschaftlich. Aber es macht auch einmal Spaß über Alltagsprobleme zu schreiben.

Vor ein paar Jahren hat es mich noch nicht interessiert, was ich mir täglich auf meine Haut schmiere. Doch in den vergangenen Jahren sind immer mehr Dinge dazu gekommen, die ich beim Einkaufen von Kosmetikprodukten weitgehend beachte. Ich schaue, ob in Deosprays Aluminiumsalze sind oder mein Shampoo Silikone enthält. Oder ob meine Produkte komodogen wirken. Ein Einkauf kann dadurch schon mal erschwert werden. Doch um herauszufinden, ob und welche schädlichen Stoffe in Produkten stecken gibt es einige Apps, die die Arbeit erleichtern.


Auf meinem Handy finden sich so "Codecheck" und "das ist drin". Beides sind nützliche Helfer im Alltag.

Vor ein paar Tagen hat der BUND eine Studie veröffentlicht, in der Kosmetikprodukte auf hormonell wirksame Inhaltsstoffe untersucht wurden. Insgesamt wurden mehr als 60.000 Produkte überprüft. Die Verwendung hormonell wirksamer Stoffe ist in Deutschland erlaubt, aber diese können unser Hormonsystem verändern. Die folgende Grafik zeigt, welche Risiken diese Stoffe auslösen können.

Rund ein Drittel der untersuchten Produkte enthielten hormonell wirksame Stoffe. 

Erschreckend fand ich, dass sogar in den Naturkosmetikmarken von Rossmann und dm hormonell wirksame Inhaltsstoffe enthalten sind. Einige Unternehmen ohne belastete Produkte sind alva Naturkosmetik, Börlind, Dr. Hauschka, Laverana Naturkosmetik, Logocos Naturkosmetik, Martina Gebhardt Naturkosmetik und Weleda Naturkosmetik. 

Der am häufigsten verwendete hormonell wirksame Stoff ist Methylparaben. Dies ist ein Konservierungsmittel, welches in 24% aller untersuchter Produkte enthalten ist. Die Menge dieser Stoffe in Kosmetikprodukten ist sehr gering. Das Problem ist jedoch, dass in den meisten Produkten jedoch meist mehrere hormonell wirksame Stoffe enthalten sind. Diese werden im Körper aufsummiert und können im Blut nachgewiesen werden. Mehr dazu findet ihr in der Studie. Den Link dazu findet ihr weiter unten.

Wie ich euch bereits eingangs erzählt habe gibt es zahlreiche Apps, die das Einkaufen und das Überprüfen von Produkten erleichtern. Es gibt also auch eine App, mit der man Kosmetika auf hormonell wirksame Stoffe überprüfen kann. Diese heißt toxfox. Diese gibt es online als mobiel Seite oder als App für das Apfelgerät.



Ich habe mir die App auch gleich heruntergeladen und habe meine Produkte überprüft. Es waren viele Produkte dabei, die ich mir nicht selbst gekauft habe, da sie in den Aboboxen waren. Aber dennoch war ich ein wenig schockiert, wie viele Produkte es doch schlussendlich waren. Doch seht selbst.






So und nun eine App für alles bitte. Ich müsste jetzt jedes Produkt in drei Apps überprüfen lassen.

Achtet ihr beim Einkauf von Kosmetika auf bestimmte Inhaltsstoffe?



Quelle: BUND (2013). Der Kosmetik-Check

Kommentare:

  1. Ja eine App für alles wäre echt genial!
    Ich habe mir die App toxfox auch letztens heruntergeladen und habe viele Produkte bei mir weggeschmissen...
    Echt erschreckend, besonders weil ich manche Sachen schon sehr lange und gerne verwende...

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  2. Das ist wirklich erschreckend. Die App lade ich mir gleich runter.
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße von Heike

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    1. Vor allem verwendet man viele der Produkte tagtäglich. LG Anika

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